Montessori auf französisch – der Anfang

Tatsächlich pünktlich fuhren wir am ersten Tag auf den Parkplatz des Kindergartens, den die Jungs ab jetzt drei Monate besuchen werden. Privat, Montessori, französischsprachig. Ein bisschen aufgeregt und neugierig waren wir alle vier! Schon der Parkplatz ist übrigens der pure Luxus: Üblich sind hier in den staatlichen Kindergärten kleine Einfahrtschneisen, wobei man die Kinder direkt vor dem Tor in einem bestimmten 20-Minuten-Slot mehr oder minder abwirft und dann sofort weiterfährt. Wer zu spät kommt, steht vor verschlossenen Türen. Die Eingewöhnungszeit für neue Kinder beträgt 10 Minuten, und das ganze heißt nicht Kindergarten sondern école maternelle, also Schule, und das ist es der Form nach auch.  Fanden wir ein bisschen viel Kulturschock auf einmal (für die Jungs und für uns, ich meine: Wir! Morgens! Pünktlich!), also haben wir eine andere Lösung gesucht und gefunden.

Wir liefen also am ersten morgen gemütlich gemeinsam zum Eingang, und trafen dort prompt nicht die Erzieher, sondern die einzige andere deutsche Mutter, was uns Französisch-Stümperern den weiteren Weg sehr erleichterte. Als nächstes begrüßte der Erzieher* die Kinder, die dann auch nach kurzem Umweg in die Bücherecke anstandslos in den Gruppenraum abbogen. Wir wurden freundlich, aber bestimmt zum Ausgang komplementiert und durften erst gegen 11.30 Uhr wiederkommen. In der Zwischenzeit hatten die Jungs tatsächlich gemalt (!) und Obst gegessen (!!) und waren im Übrigen guter Dinge. Insbesondere der Erzieher hatte es dem großen Sohn angetan, den findet er prima!

Nachmittags durften wir spontan an einem Ausflug teilnehmen – dazu später mehr!

Am zweiten Tag rannten die Kinder dann ganz alleine in den Gruppenraum. Ein Blick durch den Vorhang ergab, dass beide mit weiteren Kindern um einen Tisch herum saßen und etwas erklärt bekamen. Mittags gab es dann wieder ein Bild pro Kind, was sonst passiert ist, wurde nicht verraten. Aber nachdem der große Sohn heute komplett neuen Aktivitäten nachging, sprich, mit Schere und Stiften im Akkord Masken aus Papier produzierte, und anschließend aus Buntstiften eine Art -Turm baute, aus dem er dann im Mikado-Stil einzelne Stifte herauszog, ohne dass etwas wackelte, haben wir so eine Ahnung……

Der dritte Tag wird erst der Donnerstag sein, denn Mittwochs ist hier, mitten im ach-so-berufstätige-Frauen-freundlichen Frankreich Kindergartenfrei (jedenfalls in unserem Département). Und wir werden gemeinsam entdecken gehen.

*die Kinder waren im Herbst schon einmal hospitieren, so dass man sich ansatzweise kannte

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