Landmaus und Stadtmaus

Wochenendaktivitätensortierung, Zielgerade:

Sohn2: Ja, ich will mit in den Wald! Käfer schauen! Ameisen schauen!

J. kann sich derzeit stundenlang damit beschäftigen, zum Beispiel Schnecken zuzuschauen. Oder arme kleine Ameisen immer wieder mit Erde zu verschütten und sich dann zu freuen, wenn sie sich da wieder herausarbeiten (Jungs!). Oder eine Pfütze so lange mit Stöckchen und Steinen zu befüllen, bis vom Wasser kaum noch etwas zu sehen ist. Oder – „sei mal leise!“ – dem Vogelgezwitscher lauschen. An das zurücklegen längerer Wege ist nicht zu denken, bei so viel interessanten Ablenkungen.

Sohn1: Blöder Wald! Ich möchte lieber mit Mama einkaufen gehen und in ein Restaurant!

S. sitzt tatsächlich gern im Straßencafé und schaut sich von dort aus das Leben an. Isst Crèpe mit Vanilleeis. Stellt Fragen, Geht entdecken. Schließt Freundschaft mit Hunden. Lauscht Franzosen beim Gespräch. Und kennt den Wald generell aus Büchern. Da kommen Bären vor, und anderes verdächtiges Getier. Hunde sind im Wald eher langweilig, weil an der Leine. Füchse und Mäuse sind auch langweilig, die gibt es ja auch daheim. Im Wald zeichnet er mit einem Stöckchen Muster in den Boden, klettert herum und freut sich an den Picknckplätzen, sofern es dort auch etwas zu essen gibt. Läuft voraus, wenn wir zu lange die Aussicht bewundern oder wegen J. irgendwo festhängen. Versteckt sich im Gebüsch.

(Im Endeffekt kommen dann beide glücklich und mit Stöcken und Steinen beladen vom Bergausflug zurück.)

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