Staatsakt, klein und groß

Heute also ein Feiertag in Frankreich. Das Ende des 2. Weltkrieges wurde einmal groß gefeiert – in Paris (Einen Eindruck davon bietet z.B: der Sender TF1). Und in vielen Orten gab es feierliches Gedenken am Krieger-Denkmal. Wir haben uns das in Carry-le-Rouet angeschaut. Der Aufmarsch der Honoratioren begann am Hafen, so dass die Wartezeit mühelos beim entdecken der Schiffe herumgebracht werden konnte. Auch die Feuerwehr erwies sich als sehr unterhaltsam.

Vom Hafen aus marschierten pünktlich um 11 Uhr Vertreter der Veteranen, der Schüler, der Senioren, der Städtepartnerschaften, der Feuerwehr, der Gendarmerie, der Bürgermeister und noch einige andere die 200 Meter zum Kriegerdenkmal  hinter einer kleinen Marschkapelle her. Die Fahne wurde gehisst, Reden gehalten, Kränze niedergelegt, die Marseillaise gesungen – und dann ging es weitere 200 Meter zum Umtrunk, wieder mit Musik.  Im Publikum diverse Leute mir Baguette und/oder Zeitung unterm Arm, als seien sie rein zufällig auf dieser Veranstaltung. Alles wirkte sehr entspannt und eingeübt. und dennoch würdevoll, auch wenn einer der Redner das Wort „Nazisme“ durch „Marxisme“ ersetzte. Vermutlich ein Freud’scher Versprecher, so kurz nach der Wahl? Als der letzte Redner seine Meinung zum neuen Präsidenten kund tat, verließen die ersten Zuhörer unter Protest die Veranstaltung: Politik habe hier nichts zu suchen.

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